Angeln ohne Angelschein

Ist ein Angeln ohne Angelschein in Deutschland möglich? Hier bekommt man die Antwort!

Der Angelsport ist für viele Menschen ein attraktives Hobby. Doch um das Hobby Angeln ausführen zu können, braucht man meist einen Angelschein. Oft wird in diesem Zusammenhang die Frage gestellt, ob auch Angeln ohne Angelschein möglich ist? Und in der Tat, es gibt durchaus die Möglichkeit vom Angeln ohne Angelschein, doch man muss hier aufpassen. Wie man in dem nachfolgenden Artikel erfahren kann.

Angeln ohne Angelschein möglich?

Angeln ohne Angelschein

Wer dem Angelsport nachgehen möchte, der braucht ein Angelschein. So oder so ähnlich heißt es oft auf die Frage ob ein Angeln ohne Angelschein möglich ist. Doch diese pauschale Aussage ist genauso falsch, wie die Aussage falsch wäre, dass Angeln ohne Angelschein möglich wäre. Hier muss man nämlich immer beachten, dass Fischereiwesen befindet sich in der Hoheit der Bundesländer. Das führt dazu, dass es in Bayern hinsichtlich dem Angeln im Vergleich zu Baden-Württemberg oder zu Hamburg, gänzlich andere gesetzliche Regelungen geben kann. Gerade wer dem Angelsport und insbesondere dem Angeln ohne Angelschein nachgehen möchte, der sollte sich vorher genau über die Rechtslage in seinem Bundesland informieren. Damit kann man sich Ärger ersparen. Je nach Bundesland werden nämlich Verstöße, wie zum Beispiel das Angeln ohne Angelschein mit saftigen Strafen belegt. So handelt es sich hier je nach Bundesland entweder um eine Ordnungswidrigkeit die mit Strafen von bis zu 5000 Euro geahndet werden. In anderen Bundesländern, kann das Angeln ohne Angelschein sogar den Straftatbestand der Wilderei erfüllen. Was Freiheitsstrafen und Bußgelder nach sich ziehen kann. Wie unterschiedlich die Regelungen beim Angeln ohne Angelschein sind, zeigen wir exemplarisch nachfolgend auf.

So ist die Rechtslage in den Bundesländern

Angeln ohne Angelschein Ausrüstung

Möchte man in Baden-Württemberg angeln ohne Angelschein, so ist das im Grundsatz mit wenigen Ausnahmen nicht möglich. Hier braucht man mit dem 16. Lebensjahr einen Angelschein. Das setzt vorher den Besuch eines umfangreichen Vorbereitungslehrgang voraus, bevor man eine staatliche Prüfung ablegen kann. Erst mit dieser bestandenen Prüfung, erhält man seinen Angelschein. Ausnahmen von dieser Regelung, gibt es für Touristen in Baden-Württemberg. Diese können zeitlich befristet Angeln ohne Angelschein. Für Einheimische Bürger gibt es zudem die Möglichkeit vom Angeln, bei dem kein Angelschein notwendig ist, an bestimmten Gewässern die eine Mindestgröße nicht überschreiten. Diese sind nämlich von der Anwendung vom Fischereirecht ausgenommen. Hier gibt es gerade in Baden-Württemberg mittlerweile zahlreiche Anbieter die solche Gewässer im Besitz haben, und hier ein Angeln ohne Angelschein ermöglichen. Kleiner Tipp für Baden-Württemberger die am Rhein und nahe der Grenze zu Frankreich wohnen: Einfach die Rheinseite wechseln. Während man auf der baden-württembergischen Rheinseite noch einen Angelschein benötigt, sieht das auf der französischen Rheinseite schon wieder anders aus. Hier braucht man lediglich eine Erlaubniskarte, die man für wenige Euro an jeder Tankstelle oder an einem Kiosk kaufen kann.

Stockangelrecht in Bremen und Friedfischangeln in Brandenburg

In vielen anderen Bundesländern gibt es diese Möglichkeiten vom Angeln ohne Angelschein leider nicht. Angefangen von Hamburg, Hessen, Bayern oder aber auch Berlin. Wie krass hier die Unterschiede sind, zeigt sich auch an den Bundesländern Bremen und Brandenburg.

In Brandenburg ist ein Angeln ohne Angelschein möglich, wenn man sich hier auf sogenannte Friedfische beschränkt. Raubfische wie Hecht oder Wels sind hier Tabu und erfordern den regulären Angelschein. Beschränkt man sich auf Friedfische, braucht man hier nur den Erlaubnisschein für das jeweilige Gewässer. Solche Erlaubnisscheine bekommt man bei den jeweiligen Besitzern der Gewässer. Geangelt werden darf hierbei mit maximal zwei Angeln.

Ebenfalls sehr liberal ist das Fischereirecht in Bremen. Hier haben nämlich die Bürger ab dem 18. Lebensjahr das sogenannte „Stockangelrecht“. Das Stockangelrecht berechtigt jeden Bürger der einen Hauptwohnsitz in Bremen hat, das Fischen mit zwei Angeln. Einen Stockangelausweis bekommt jeder Bürger in Bremen für wenige Euro im Rathaus.

In Rheinland-Pfalz oder im Saarland gibt es kaum Möglichkeiten vom Angeln ohne Angelschein. Hier bietet sich aufgrund der Grenznähe zu Frankreich, aber auch zu Luxemburg, lediglich ein Ausweichen auf deren Gewässer an. Da man weder in Frankreich, noch in Luxemburg den Angelschein an sich kennt.

Wie anders ist die Rechtslage in Schleswig-Holstein. Hier ist das Angeln ohne Angelschein wie in Baden-Württemberg, auch an bestimmten Gewässern möglich sowie grundsätzlich von Fischkuttern. Zusätzlich gibt es noch den Urlaubsfischereischein. Dieser berechtigt jeden, auch Bürger in Schleswig-Holstein das zeitlich befristete Angeln. Diese zeitliche Befristung liegt bei maximal 28 Tagen im Jahr. Diese Befristung kann maximal zweimal im Jahr erteilt werden. Hinsichtlich der Tageszahl muss man beachten, dass die „am Stück“ gerechnet wird. Und nicht 28 Tage verteilt auf ein Jahr. Ausgestellt wird dieser Urlaubsfischereischein gegen Entgeld von den örtlichen Kommunen.

So kommt man zum Angelschein

Angeln ohne Angelschein

Wem das jetzt mit dem Angeln ohne Angelschein zu kompliziert ist, der kann es sich natürlich auch einfach machen und den Angelschein machen. Wie man den Angelschein erhalten kann, wurde im Artikel schon kurz beschrieben. Man muss einen Vorbereitungskurs absolvieren, erst dann darf man die staatliche Prüfung ablegen. Besteht man diese Prüfung, bekommt man darüber eine Prüfungsbescheinigung. Und mit dieser Prüfungsbescheinigung, kann man dann bei seiner örtlichen Kommune die Ausstellung vom Angelschein beantragen. Dazu ist vielleicht noch wissenswert, je nach Bundesland gibt es bei der Ausstellung von einem Angelschein noch Unterschiede. So gibt es hier Bundesländer bei denen wird der Angelschein auf Lebenszeit ausgestellt. In anderen Bundesländern ist er zeitlich befristet. Hier muss man dann den Angelschein immer wieder neu beantragen. Man muss aber die Prüfung nicht wiederholen.

Hinsichtlich dem Vorbereitungskurs sei noch erwähnt, was da überhaupt passiert. In dem Vorbereitungskurs wird alles Wichtige gezeigt, wie zum Beispiel die richtige Handhabung von Fischen, aber auch Grundwissen zum Fischereirecht, zum Angeln, Gewässerkunde und Umweltschutz. Je nach Bundesland kann es hinsichtlich dem Erlangen von einem Angelschein, zahlreiche Unterschiede geben. Die hier beschriebene Vorgehensweise, entspricht zum Beispiel dem Bundesland Baden-Württemberg.

Gerade wenn man den Angelschein machen möchte, sollte man sich hier beim örtlichen Angelsportverein informieren. Der kann hier am besten Auskunft geben. Wer sich schon mal auf die Prüfung zum Angelschein vorbereiten möchte, der kann hier unter https://www.digistore24.com/product/103063 einen Online-Kurs besuchen. Der Online-Kurs ist zwar, gerade in Bundesländern wie Baden-Württemberg keinen Ersatz für den Vorbereitungskurs. Doch gerade da die Themen die in der Prüfung zum Angelschein drankommen können, empfiehlt sich ein solcher Kurs. Da man damit sich ideal auf die Prüfung vorbereiten kann.

Nicht den Erlaubnisschein vergessen!

Wenn es um das Angeln ohne Angelschein geht, so wird hier oft der Fokus nur auf den Angelschein gerichtet. Doch diese Betrachtung ist falsch. Auch wenn man zum Beispiel einen Angelschein hat, bedeutet das nicht, dass man auch in einem Gewässer angeln darf. Dieser Grundsatz gilt auch in denen Bundesländern, wo ein Angeln ohne Angelschein möglich ist. So braucht man für die Ausübung vom Angelrecht an einem Gewässer, immer auch einen entsprechenden Erlaubnisschein, Gewässerkarte oder auch Fischereiabgabe, wie es vereinzelt bezeichnet wird. Einen solchen Erlaubnisschein bekommt man immer beim Besitzer oder Pächter vom jeweiligen Gewässer. Das kann die örtliche Kommune sein, aber auch der örtliche Angelverein. Der Erlaubnisschein ist in der Regel mit einem geringen finanziellen Aufwand verbunden. Zudem muss man beachten, diese Erlaubnisscheine sind in der Regel zeitlich befristet. So gibt es hier teilweise sogenannte Tages-, aber auch Wochen-, Monats- und Jahreskarten.

Fazit zum Angeln ohne Angelschein:

Das Angeln ohne Angelschein ist in Deutschland aufgrund der Hoheit der Bundesländer, ein kompliziertes Thema. Doch in einer Vielzahl an Bundesländer gibt es entsprechende Regelungen, die ein Angeln ohne Angelschein durchaus ermöglicht. Oder es besteht die Möglichkeit vom Ausweichen auf ein Nachbarland. Wer sich den Stress mit dem Fischereirecht ersparen möchte, der kann einfach den Angelschein machen. Auf dem Weg zum Angelschein, gibt es gute Möglichkeiten wie einen Online-Kurs, in dem man sich auf die Prüfung bestmöglich vorbereiten kann. Egal für was man sich am Ende entscheidet: Petri Heil und viel Spaß zukünftig beim Angeln mit oder ohne Angelschein!